Mittwoch, 13. Dezember 2017

Wichtel-Geschenke

Die Rokoko-Tanzgruppe des Schlosses Friedrichsfelde hat am 13.12. ihre Weihnachtsfeier. Wir ziehen uns schick an, fallen über ein Mitbring-Buffet her und natürlich tanzen wir auch.

Letztes Jahr war unser Abschlusstanz der Branle des chandelier“ (Reigen mit dem Kerzenleuchter). Auf der Tanzfläche befanden sich zwei Tänzer mit dreiarmigen Kerzenleuchtern in der Hand, suchten sich eine Partnerin und tanzten mit ihr. Alle anderen standen um die Tanzfläche herum und bewunderten die Tänzer. Die Leuchter wurden nach einer gewissen Zeit an neue Tänzer übergeben - so lange, bis jeder mal an der Reihe war.

Dieses Jahr werden alle Tänzer zugleich auf der Tanzfläche sein, und jeder soll ein Licht in der Hand halten. Die Utensilien dafür habe ich in 25 kleinen (selbst genähten) Säckchen aus Leinen verpackt.

In jedem Säckchen sind ein Teelichthalter mit Teelicht, Mini-Streichhölzer und etwas zum Naschen. Auf einen Haufen sehen die Säckchen niedlich aus.



Mittwoch, 15. November 2017

Bestickte Knöpfe für einen Justaucorps


Für den Winterball am 9. Dezember hat sich der Lieblingsmann von André Markov eine Hose und einen Justaucorps schneidern lassen. Das neue Ensemble ist aus dunkelgrauem Samt. Es ist in die Zeit um 1785 einzuordnen.

Mit viel Ausdauer hat mich André überredet gebeten, bestickte Knöpfe zu machen.


Dienstag, 12. September 2017

Rokoko-Herrenhemd

Gestern ist ein Herrenhemd fertig geworden, das das Rokoko-Outfit meines Mannes ergänzen wird. Es ist komplett handgenäht. Mit diesem ersten Versuch aus alten Laken bin ich recht zufrieden.


Den Schnitt habe ich "Costume Close-Up: Clothing Construction and Pattern"  von Linda Baumgarten entnommen. Er besteht aus lauter Vierecken und war eigentlich leicht nachzuvollziehen. Schwierigkeiten hat mir aber der Halsbereich gemacht. Als ich rund um den Hals nach Anleitung eingekräuselt hatte, war meinem Mann das Hemd an den Schultern zu eng...

Sonntag, 10. September 2017

Bergère

Das Rokoko-Tanzensemble des Schlosses Berlin-Friedrichsfelde, zum dem der Lieblingsmann und ich gehören, hatte beim diesjährigen Schlossfest wieder mehrere große Auftritte. Für die Auftritte sowie Spaziergänge im Schlossgarten ist die große Ballrobe nicht so geeignet. Deswegen habe ich relativ günstig ein (schmuckloses) Rokoko-Ensemble gekauft und mit Rüschen und Blümchen "gepimpt". Zusammen mit dem Kleid kamen auch die Engageantes zum Einsatz, die schon seit Januar fertig waren und auf ihren Einsatz gewartet hatten.

Nun gehört zu einem 18. Jahrhundert-Nachmittags-Outfit definitiv eine Kopfbedeckung. Deswegen wurde eine Bergère passend zum Kleid dekoriert sowie ein Häubchen und eine Halsbinde genäht. Den Rohling für die Bergère habe ich in der Historischen Marketenderei gekauft.





Zusammen mit dem Kleid war es ein "blumiges Ensemble", und ich habe mich darin sehr wohl gefühlt. Den Rock habe ich übrigens deutlich gekürzt - fürs Tanzen ist das günstiger. Man tritt sch nicht selbst auf den Saum.


Das nächste Projekt ist ein Rüschenhemd für den Mann, komplett handgenäht. Es ist schon fast fertig, so dass ich bald darüber berichten kann. Na dann - bis bald!

Montag, 17. Juli 2017

Beidseitig tragbare Tunika


Unser Freund Erich möchte dem Franco-Flämischen Contingent beitreten. Er bat mich, das Schnittmuster für eine Woll-Tunika zu erstellen. Beim Mittelalterfest im Landl ergaben sich Zeit und Gelegeheit.

Für das Probeteil habe ich Leinen aus meinem Fundus benutzt. Als das Probeteil passte, wurde es aufgetrennt und der Schnitt auf Papier übertragen. Auch wenn das Leinen maschinell gewebt und chemisch gefärbt ist, war es zu schade zum Wegwerfen. So ist eine Wende-Tunika entstanden.

Ich habe Kappnähte verwendet, die sehen von beiden Seiten gut aus (was Kappnähte sind, habe ich im Leibhemd-Post erklärt). Die Belege am Ausschnitt, an den Ärmeln und am Saum habe ich beidseitig angebracht. So hat die Tunika zwei gute Seiten. Mal sehen, ob Erich die Tunika tatsächlich beidseitig trägt.

Die Farben sind im Original viel schöner...

Wie macht man so einen beidseitigen Beleg? Ich hab ein Beispiel genäht und fotografiert. Hier die Bildergeschichte dazu:

Samstag, 10. Juni 2017

Gesmokte Schürze

Meine liebe Freundin Anja organisiert seit Jahren die Burgwoche. Sie ist die erste Magd, die treue Seele der Burgmannschaft. Sie hat ein Prestigeobjekt redlich verdient und nun eine gesmokte Schürze bekommen.




Sonntag, 28. Mai 2017

Polsterung Topfhelm

Die Burgmannschaft wird auch diesjahr wieder einen Schmied haben. Und von ebendiesem Schmied hat der Lieblingsmann eine Leihgabe bekommen - einen Topfhelm. Der Helm war zu groß, trotz Polster- und Kettenhaube. Also musste eine Polsterung her.

Nun ist es schwierig, in einen Helm eine Polsterung hinein zu nähen. Endlose Versuche möchte man ja auch nicht machen. Module könnten eine Lösung sein. Und mit diesem Ansatz sind dann zwei dickere und zwei dünnere Schläuche aus Leinen entstanden. Diese wurden gestopft mit Wollvlies (war noch vom Gambeson übrig), in Form gelegt und in dieser Form vernäht. Minimaler Aufwand, jetzt passt der Helm sehr gut.



Samstag, 27. Mai 2017

Wulsthaube

Im Kurs für historischen Tanz haben wir uns dieses Semester mit Tänzen der Renaissance beschäftigt. Schon wegen des Lutherjahres. Am letzten Kursabend verkleiden wir uns, genießen ein Mitbringbüffet und tanzen natürlich. Kostümtechnisch sollten wir uns dem Thema Renaissance nähern.

Ich habe nur Mittelalter-Kleidung, aber die kann man ganz gut adaptieren. Der Hingucker an meinem Kostüm war diese Wulsthaube. Nur eine Zutat - die Wulst - musste ich nähen. Alles andere fand sich im Fundus.


Weil so viele Fragen nach dem Aufbau der Haube kamen, und ich meinen Kopf zum Ende des Abends tatsächlich "entblättern" musste, hier eine kleine Bildergeschichte.

Freitag, 26. Mai 2017

Damenstrümpfe

Im Mittelalter-Manufaktur-Blog habe ich eine gute Anleitung für Damenstrümpfe gefunden. Den Schnitt habe ich benutzt und mir aus sehr dünnem Wollstoff solche Strümpfe genäht.



Wappenrock

Ab Pfingsten trifft sich ein Haufen Unentwegter auf Burg Mildenstein, um für eine Woche mittelalterliches Leben nachzuempfinden. Es wird wieder eine aufregende Woche. Wir werden versuchen, viele Besucher zur Burg zu locken.

Ein buntes Programm wird geboten mit Handwerk, Brückenkampf und Bogenschießen. Die neue Schwarzküche im Herrenhaus ist fertig. Dort kann man den Mägden und Knechten über die Schulter gucken und den Duft vom frisch gebackenen Brot genießen. Auch die Harfenspielerin Schattenfee ist wieder da.

Einer unserer Kämpfer, Martin, ist seit 4 Jahren treuer Gefährte des Burgvogts. So manches Mal mimt er den "Erklärbär" für die Besucher, und das macht er richtig gut. Für dieses Jahr hat er sich eine Beförderung gewünscht. Die wird er bekommen, und außerdem einen Wappenrock in den Farben des Burgvogts.


Der Wappenrock ist komplett handgenäht und gefüttert mit weißem Leinen.